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Ergebnisse langjähriger Freilandversuche:
Suchst Du das Höchste, das Größte? Die Pflanze kann es dich lehren. Was sie willenlos ist, sei Du es wollend. Das ist’s!
Friedrich Schiller (1759 – 1805)
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Ökologische Wertzahlen nur bei größerer Artendynamik aussagekräftig
Ökologische Wertzahlen sind unterschiedlich verwertbar: Da Zeigerwerte wie z.B. die N-Zahl von einer Mindest-Artenzahl bzw. von einer generell stattfindenden Artendynamik abhängen, sind sie im vorliegenden Fall kaum brauchbar.
Regelmäßige Ertragsmessungen sagen hier wesentlich mehr aus. Die mit den Massenprozenten zu wichtenden Nutzungswertzahlen (Futterwertzahl, Mahdverträglichkeitszahl) sind indes auch dann für Interpretationen gut geeignet,
wenn die Artendynamik gering ist und sich nur Verschiebungen im Gras/Kraut-Verhältnis ergeben haben.
Quelle: BRIEMLE, G. 1998: Aulendorfer Extensivierungsversuch: Ergebnisse aus 10 Jahren Grünlandausmagerung. - Landinfo 8/98: 1-7, LEL-Verlag Schwäbisch Gmünd.
Nutzungs-Wertzahlen sind zu gewichten! Zeigerwerte dagegen nicht!
Die Möglichkeiten und Grenzen der Anwendbarkeit ökologischer Wertzahlen im Grünland werden diskutiert. Es wird zwischen "Bestandes-Zeigerwerten", welche
die ökologischen Standortbedingungen widerspiegeln, und "Nutzungs-Wertzahlen" unterschieden. Zur Mittelwertbildung sollten Letztere mit dem jeweiligen
Deckungsgrad bzw. Ertragsanteil gewichtet werden, bei Ersteren ist dies nicht erforderlich. Soll die Entwicklung von Zeigerwerten über eine Reihe von Jahren
verfolgt werden, ist die vergleichende Betrachtung nur dann möglich, wenn sich das Nutzungsregime zwischenzeitlich nicht wesentlich geändert hat. An Beispielen wird
aufgezeigt, wie bei Änderungen des Nutzungsregimes die Zeigerwerte mittels Mahdverträglichkeitszahl in einen "korrigierten mittleren Zeigerwert" umgewandelt
werden können und somit ihre Aussagekraft erhalten bleibt. Was die Nährstoffzahl (Stickstoffzahl) anlangt, eignet sich diese besser zur Kennzeichnung der allgemeinen Nährstoffverfügbarkeit als die Meßwerte aus der standardmäßig
durchgeführten Bodenbeprobung.
Quelle: BRIEMLE, G. 1997: Zur Anwendbarkeit ökologischer Wertzahlen im Grünland. - Angewandte Botanik 71: 219-228, Göttingen.
Kräuter gehen unter Weidenutzung zurück
Bei dem langjährigen Versuch war festzustellen, daß ein Wechsel zwischen Mahd und Weidegang insgesamt homogenere Pflanzenbestände erzeugte, als die reine Mähnutzung. Unter Homogenität verstehen wir eine mehr oder weniger
gleichmäßige räumliche Verteilung von Gräsern und Kräutern auf der Fläche.
Die Wiesennutzung ist im Kräuterreichtum der gemischten Mähweide-Nutzung
deutlich überlegen. Dies liegt daran, daß die grobblättrigen Grünlandkräuter generell empfindlicher gegenüber mechanischer Beschädigung sind als die Gräser. Vom
Praktiker wird diese Tatsache beispielsweise dadurch ausgenutzt, daß er den ersten Aufwuchs einer mit Kerbel und Bärenklau verunkrauteten Wiese beweiden
läßt. Eine unterschiedliche Düngung bringt zusätzliche, wenn auch nicht immer statistisch gesicherte Unterschiede zusätzlich hervor. Hier zeigt sich der sehr
kräuterfördernde Effekt einer Festmist- bzw. mineralischen PK-Düngung im Gegensatz zur gräserfördernden Flüssigmist- bzw. mineralischen Volldüngung. Immerhin läßt sich der Kräuteranteil einer Wiese durch bloße PK-Düngung um 25 %
gegenüber der NPK-Düngung steigern. In Mähweiden sind es lediglich 20 %. – Diese Erkenntnis ist z .B. bei der Frage der Erzeugung artenreicher Blumenwiesen von wesentlicher Bedeutung, wenngleich hier eine insgesamt geringer
Nutzungshäufigkeit vielen Kräutern die Existenz erst ermöglicht.
Elsässer, M, H.G. Kunz & G. Briemle, 1998: Wirkungen organischer und mineralischer Düngung auf Dauergrünland. Ergebnisse eines 12-jährigen Düngungsversuches auf Wiese und Mähweide. – Zeitschr.
Pflanzenbauwissenschaften, 2 (2): 49-57, Ulmer-Verlag, Stuttgart.
Floristische Artenverarmung durch Wechsel von Schnitt- auf
Weidenutzung im Schwarzwald
Durch die Ablösung der Heuwiesen-Nutzung durch eine Standweide mit gemischem Besatz aus Rindern und Pferden mit 1 GV/ha kam es binnen 4 Jahren zu einer leichten Abnahme der Artzahlen im Bereich der Grünlandflora. Zwar ist
eine Beobachtungszeit im Dauergrünland von nur so kurzer Zeit noch nicht sehr aussagekräftig, doch zeigt sich dennoch ein Trend in Richtung Artenverarmung. Typische Wiesenpflanzen wie Margerite, Glockenblumen, Rauhhaariger Löwenzahn
, Kleines Habichtskraut und Glatthafer gingen zurück, wogegen Weißklee, Rotes Straußgras und Schafschwingel zunahmen.
Briemle, G. & T. Jilg 1998: Erfahrungen bei der Umwandlung hängiger Schwarzwaldwiesen in Rinder-Standweiden. – in: Tätigkeitsbericht 1997/98 der
Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt, Aulendorf (LVA): 82-84; Selbstverlag LVA Aulendorf.
Erfahrungen mit Blumenwiesen-Mischungen unterschiedlicher Krautanteile
Bei der Auswahl der Ansaatflächen wurde darauf geachtet, daß die Grundstücke bisher unter Ackernutzung lagen. Dies sollte ausschließen, daß potentiell vorhandene Samen und andere Diasporen aus vorausgegangenen
Grünlandepochen ebenfalls auflaufen und somit das Ansaat-Experiment verfälschen
Wie das Tabellenwerk zeigt, konnte sich auf dem trockenen Standort (Alb) die
Aufrechte Trespe als typisches Gras der Kalkmagerrasen trotz Anteilen an der Saatstärke um 40-50 % spontan nicht etablieren. Auch der Rotschwingel scheint
selbst bei allgemein reduzierter Saatstärke hier nicht konkurrenzkräftig genug zu sein. Spontan kamen dagegen nicht-angesäte Arten wie Rotklee und Saat-Luzerne auf. Beim frischen Standort (Altmoräne) konnten weder Rotschwingel,
Storchschnabel, Bibernelle noch Glockenblume im Bestand wiedergefunden werden. Dagegen erschienen spontan: Lieschgras, Rotklee, Weißklee und Zaunwicke. Auf der nassen Fläche (Altmoräne) ließen sich mit Ausnahme der
Roten Tag-Lichtnelke keine der angesäten Kräuter nachweisen. Die Gräser sind jedoch alle präsent. Das Fehlen der Naßwiesenkräuter aus dem Verband der Dotterblumenwiesen (Calthion) zeigt, wie schwer es ist, solche Kräuter überhaupt
neu zu etablieren.
Die zwar erst jungen Erfahrungen aus diesen Ansaatbeispielen lassen vermuten, daß einerseits gewisse Pflanzenarten nur auf dem Etikett vorhanden sind,
andererseits aber bewährte und billige "Allerwelts-Arten" unverlangt den Mischungen zugesetzt werden. Die künftige Beobachtung der Pflanzenbestände wird zeigen, ob
und inwieweit diese Vermutung zutrifft, oder ob die Pflanzen des extensiven Grünlandes mit der Zeit doch noch erscheinen.
BRIEMLE, G. 1996: Ansaat von Blumenwiesen. - Tätigkeitsbericht 1996 der Lehr- und Versuchsanstalt Aulendorf: 90-93.
Methodisches zur Bearbeitung von Vegetationsaufnahmen mit der Personal-Computer
Die mittels EDV erstellbare und individuell strukturierbare Vegetationstabelle erfüllt gleichzeitig zwei wichtige Forderungen der Praxis: Zum Einen liefert sie den
Aufnahmebogen für künftige Vegetationsanalysen, zum Andern ermöglicht sie eine Teilauswertung in sehr rationeller Weise. Die Übernahme des Zahlenmaterials in
die relationale Datenbank von OPEN ACCESS und von dort aus der Export in andere Programme ist grundsätzlich möglich.
BRIEMLE, G. 1992: Methodik der quantitativen Vegetationsaufnahme im Grünland. - Naturschutz & Landschaftsplanung 1/92: 31-34; Ulmer-Verlag, Stuttgart.
Spontanverbuschung und -bewaldung mehr schlagweise als schrittweise
Eine Betrachtung der Standortparameter-Werte ergibt eine sehr heterogene Verteilung, wodurch eine Dreigliederung in die Moortypen Hoch , Übergangs und Niedermoor voll gerechtfertigt erscheint. Der zusammenhängende
Faktorenkomplex: Azidität . Stickstoffmineralisierung . Zersetzungsgrad definiert am besten den jeweiligen Moortyp; Permeabilität der Torfe . Sauerstoffgehalt des Grundwassers . Anteil an unbewachsenem Boden dagegen am wenigsten.
Die Untersuchungen lassen zwei Formen der Verbuschung erkennen: eine schlagartige Moorwaldausdehnung und eine schrittweise Gehölzprogression.
Danach besiedeln sich allein 70 % der Aufnahmen schlagartig, und zwar vor allem die Übergangsmoore und die stärker gestörten Hochmoore. Bei ersteren sind es hauptsächlich Braunseggen Sümpfe (Caricion fuscae) und mesotrophe
Zwischenmoore (Caricion lasiocarpae), bei letzteren vor allem zwergstrauchreiche Ersatzgesellschaften. Die schrittweise Verbuschung ist dagegen weniger stark vom
Moortyp abhängig, sie trägt jedoch im Niedermoor . als dem einzigen Moortyp . mehr zu einer Wiederbewaldung bei als die schlagartige Holzpflanzeninvasion.
Neben der Gehölzfreundlichkeit oder Feindlichkeit eines Standorts spielt die Exposition der Samenbäume bzw. der Freifläche zur Hauptwindrichtung eine
bedeutende Rolle für die Form der Gehölzensiedlung. Lee-Situationen (Freifläche liegt im Windschatten des Moorwaldes) begünstigen hauptsächlich eine schlagartige Bewaldung, Luv Verhältnisse dagegen eine schrittweise.
Ist der Standort empfänglich für Holzenflug, so erfolgt in der Regel eine schlagartige Gehölzinvasion, die durch Lee Exposition quantitativ noch gefördert, durch Luv
Verhältnisse jedoch behindert wird. Ist der Standort relativ resistent gegenüber Holzenflug, erfolgt meist eine schrittweise Waldausdehnung (hoher Anteil
ausläufertreibender Gehölze), die durch LuvVerhältnisse noch verstärkt wird. Die Lee Exposition ist jedoch in diesem Fall bedeutungslos oder verzögert die Ansiedlung sogar.
BRIEMLE, G. 1983: Gehölzanflug an Moorbrachen in Abhängigkeit von mannbaren Gehölzbeständen in der Umgebung. - Jh. Ges. Naturkunde Württ. 138: 141-152, Stuttgart
Auf Niedermoor ist zur Verbuschung die höchste Dichte an Samenbäumen erforderlich
Die Häufigkeit des Holzanflugs auf Moorbrachen im Verhältnis zur Höhe der Präsenz von Samenspendern der näheren Umgebung ist sowohl innerhalb der Moortypen als auch unter den einzelnen Gehölzarten sehr verschieden. So bedarf
es auf Übergangsmooren der geringsten, auf Hochmooren einer etwas höheren und auf Niedermooren der größten Menge an Samenbäumen für eine bestimmte Anflugdichte. Geht die Anwesenheit der Samenbäume der Umgebung von
"überwiegend vorhanden" auf "vorhanden" zurück, so nimmt auch die Dichte des Anflugs ab, und zwar beim Niedermoor um 63 %, beim Hochmoor um 58 % und
beim Übergangsmoor "nur" um 50 %. Bei den einzelnen Holzarten gilt: Für eine Naturverjüngung auf gestörtem Moor sind Spirke und Fichte am meisten, Waldkiefer
und Birke dagegen am wenigsten davon abhängig, daß das jeweilige Muttergehölz massiert in der Umgebung steht. - Generell ist es also auch auf Moorböden für eine
Naturverjüngung von großer Wichtigkeit, daß sich eine hohe Anzahl von Samenbäumen in der Nähe befindet. Ist dies nicht der Fall, so nimmt die Möglichkeit
einer Verbuschung und Wiederbewaldung qualitativ (= Stetigkeit) um 20 30 %, quantitativ (= Artmächtigkeit) sogar um 50 bis 60 % ab.
BRIEMLE, G. 1982: Zur Frage der Naturverjüngung von Moorwald in Abhängigkeit von der Wind-Exposition. - Natur & Landschaft 57 (7/8): 261-263, Kohlhammer, Stuttgart.
Im Niedermoor leitet in erster Linie der Faulbaum die Wiederbewaldung ein, im Hochmoor die Waldkiefer
Entsprechend der unterschiedlichen Extrema der Standortverhältnisse besteht ein erheblicher Unterschied in der Artenzusammensetzung innerhalb der auf Moor
konkurrenzfähigen Holzpflanzen: Im Hochmoorbereich wurde die Waldkiefer mit 32 % aller notierten Gehölze am häufigsten angetroffen, gefolgt von Moorbirke, Fichte,
Spirke und Faulbaum. Im Übergangamoor überwog die Moorbirke (33 %) vor Faulbaum, Ohrweide, Waldkiefer und Fichte. Im Niedermoorbereich dominierte der
Faulbaum mit 40 % aller notierten Holzpflanzen, gefolgt von Moorbirke, Ohrweide, Fichte und Waldkiefer. Mit zunehmender Höhenlage, ansteigenden Niederschlägen
und abnehmender Temperatur dominieren Spirke, Fichte und Purpurweide, während bei inversen Verhältnissen Schwarzerle, Aschweide und Waldkiefer an
Gewicht gewinnen. Je saurer die Torfe, je geringer ihre Zersetzung und je weniger pflanzenverfügbarer Stickstoff vorhanden ist, desto mehr setzen sich Spirke,
Waldkiefer und Fichte durch. Sind die Standortgegebenheiten umgekehrt, herrschen Schwarzerle, Ohrweide und Purpurweide vor. Die drei letztgenannten Holzarten kommen offenbar auch mit den geringsten Sauerstoffgehalten im
Bodenwasser aus, wogegen die Moorbirke und der Faulbaum diesbezüglich die höchsten Ansprüche stellen. Besonders gut entwässerte Standorte lassen die
beiden letztgenannten Gehölze dominieren, während sehr hohe Wasserstände der Spirke und der Schwarzerle zur Konkurrenzfähigkeit verhelfen.
BRIEMLE, G. 1981: Formen der Verbuschung und Sekundärbewaldung auf gestörten Mooren Südwestdeutschlands. - Telma 11: 135-148; Selbstverlag der Deutschen Gesellschaft für Moor- und Torfkunde (DGMT), Hannover
Mit zunehmender Höhenlage steigt das Etabliervermögen von Gehölzpionieren an
Die Fähigkeit von Gehölzen, über eine generative Vermehrung auf Freiflächen Fuß zu fassen und sich dort dauerhaft zu installieren, wird als Etabliervermögen
bezeichnet, und tritt hier als Deckungsgrad in Erscheinung. Es zeigt sich, daß mit zunehmenden Niederschlägen und Höhenlage (innerhalb der collinen bis
hochmontanen Höhenstufe des Untersuchungsraumes) das Etabliervermögen von Gehölzen ansteigt. Es ist auch umso höher, je geringer die Werte des Faktorenkomplexes N Mineralisierung Basengehalt pH ausfallen. Die besten
Chancen für eine Naturverjüngung von älteren Moorwaldbeständen bestehen offenbar auf devastierten Hochmooren. Hier sind es wiederum die am meisten degradierten Stadien, namentlich das Vaccinium Gebüsch die artenarmen
Pfeifengras Bestände und die Calluna Flechtenheide, welche die relativ größten Anflug Dichten aufweisen. Niedermoorstandorte dagegen zeigen sich als vergleichsweise verjüngungshemmend. Dichter Holzanflug ist hier am ehesten noch
im Molinion möglich, wogegen Filipendulion und Magnocaricion die größte Gehölzresistenz besitzen. Im Übergangsmoor Bereich gibt es sowohl sehr verjüngungsfreundliche Standorte, wie etwa der Braun und Fadenseggen-Sumpf,
als auch stark gehölzfeindliche Gesellschaften. Letztere, nämlich das Pseudohochmoor und das Rhynchosporion, stehen in ihrer Sukzession den unberührten Hochmooren am nächsten.
BRIEMLE, G. 1980: Verbreitungsschwerpunkte von Gehölzen auf gestörten Mooren Süddeutschlands. - Natur & Landschaft 55 (2): 64-67, Verlag Kohlhammer, Stuttgart
Gehölzpioniere können sich auf ärmeren Standorten leichter
etablieren
Gehölzpioniere können sich auf ärmeren Standorten zwar leichter etablieren, dann aber wachsen sie langsam, während sie auf reicheren Torfen zwar besser
gedeihen, aber schlechter anfliegen. Sowohl unter höheren Niederschlägen wie auch mit zunehmender Ombrotrophie des Standorts wachsen die Holzpflanzen
langsamer. Der Gehalt an gelöstem Sauerstoff im Bodenwasser, wie auch der pH Wert, haben nach vorliegender Auswertung keinen signifikanten Einfluß auf das
Gehölzwachstum. Allgemein ist festzustellen, daß die Gehölze auf gestörten Hochmooren am langsamsten wachsen. Nur geringfügig besser gedeihen sie auf
Übergangemooren, wogegen die Pionierhölzer auf brachliegenden Niedermooren deutlich höhere Vitalität zeigen. Der Gang der Grundwasserhöhen, welcher die Mineralisierungsprozesse im Torf steuert, dürfte als der wesentlichste
Standortfaktor im Hinblick auf das Gedeihen der Gehölze auf Moor anzusehen sein.
Eine mathematisch statistische Kombination von Etabliervermögen und
Wuchsleistung ergibt . alle erfaßten Gehölzarten zusammengenommen . unter den ausgewiesenen Vegetationseinheiten folgende Reihenfolge im Tempo der Verbuschung und Wiederbewaldung (nach unten abnehmend):
Das Heranwachsen einer Naturverjüngung zum Moorwald (mindestens 40 % Kronenschluß) dürfte auf brachliegenden Übergangsmooren am schnellsten, auf degradierten Hochmooren am langsamsten erfolgen. Aufgelassene Niedermoore
nehmen diesbezüglich eine Mittelstellung ein.
BRIEMLE, G. 1980: Untersuchungen zur Verbuschung und Sekundärbewaldung von Moorbrachen im südwestdeutschen Alpenvorland. - Dissertation an der Universität
Hohenheim. Diss. Botanicae 57; Cramer, Vaduz, 286 S.
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